
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat einen Gesetzentwurf zur Änderung des NRW-Online-Casino-Glücksspielgesetzes (OCG NRW) vorgelegt, der das Lizenzmodell für Online-Casino-Spiele aus dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 umsetzt. Der Entwurf durchlief seine erste Lesung im Mai 2026 und erhielt am 10. Juli 2026 eine Empfehlung aus dem zuständigen Ausschuss. Damit schafft das Land die rechtliche Grundlage für ein Vergabeverfahren, das bis zu fünf Konzessionen für Online-Casino-Anbieter vorsieht.
Der Gesetzentwurf enthält Bestimmungen, die die Lizenzierung von Dienstleistern ermöglichen, Live-Übertragungen von Spielen mit Dealern zulassen und die gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten regeln. Diese Anpassungen berücksichtigen wirtschaftliche Rahmenbedingungen, während die Aufsicht durch die zuständigen Behörden erhalten bleibt. Experten beobachten, dass solche Änderungen den Marktzugang für private Betreiber erleichtern, ohne die Vorgaben des Staatsvertrags zu umgehen.
Das Dokument mit der Drucksachennummer MMD18-18505 liegt dem Landtag vor und bildet die Grundlage für weitere Beratungen. Beobachter verweisen darauf, dass die Regelungen zur gemeinsamen Nutzung von Räumlichkeiten praktische Herausforderungen adressieren, die bei der Umsetzung von Online-Angeboten auftreten können.
Nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens plant die Landesregierung die Einleitung eines Vergabeverfahrens für bis zu fünf Konzessionen. Dieses Verfahren soll private Betreiber in die Lage versetzen, Online-Casino-Spiele unter den Vorgaben des OCG NRW anzubieten. Die Regelungen sehen vor, dass Lizenznehmer bestimmte technische und organisatorische Anforderungen erfüllen müssen, um eine Erlaubnis zu erhalten.

Die gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten erlaubt es Betreibern, Ressourcen effizienter einzusetzen, während die Aufsichtsbehörden weiterhin Kontrollen durchführen. Forscher, die sich mit Glücksspielregulierung befassen, stellen fest, dass solche Bestimmungen in anderen Bundesländern bereits erprobt wurden und dort zu einer geordneten Marktentwicklung beigetragen haben. In NRW soll das Vergabeverfahren transparente Kriterien anwenden, die sowohl Spielerschutz als auch wirtschaftliche Interessen berücksichtigen.
Die geplanten Änderungen positionieren Nordrhein-Westfalen als eines der ersten Bundesländer, das das Lizenzmodell des Glücksspielstaatsvertrags konsequent umsetzt. Betreiber erhalten dadurch die Möglichkeit, legale Angebote in einem regulierten Rahmen zu entwickeln. Statistiken aus vergleichbaren Verfahren zeigen, dass klare Lizenzbedingungen die Zahl unerlaubter Angebote reduzieren können.
Live-Übertragungen von Dealer-Spielen unterliegen ebenfalls den neuen Vorgaben, die eine Überwachung durch die Aufsicht sicherstellen. Die Landesregierung hat in den Ausschussberatungen betont, dass die Regelungen den Anforderungen des Staatsvertrags entsprechen und gleichzeitig Spielräume für innovative Angebotsformen schaffen. Behörden prüfen derzeit, welche technischen Standards für die Übertragungen gelten sollen.
Der Entwurf steht vor der zweiten Lesung im Landtag, die voraussichtlich in den kommenden Wochen erfolgt. Abgeordnete aus verschiedenen Fraktionen haben bereits Stellungnahmen abgegeben, die sowohl die wirtschaftlichen Chancen als auch die Notwendigkeit strenger Kontrollen hervorheben. Die Empfehlung des Ausschusses vom 10. Juli 2026 gilt als wichtiger Zwischenschritt, der den Weg für eine zügige Verabschiedung ebnet.
Interessierte Unternehmen können sich auf das anstehende Vergabeverfahren vorbereiten, sobald das Gesetz in Kraft tritt. Die Regelungen zur Lizenzierung von Dienstleistern erweitern den Kreis möglicher Teilnehmer und fördern Wettbewerb unter klar definierten Bedingungen. Daten aus anderen regulierten Märkten deuten darauf hin, dass solche Verfahren zu einer Stabilisierung des Angebots führen.
Die vorgestellten Änderungen am OCG NRW schaffen die Voraussetzungen für ein geordnetes Vergabeverfahren in Nordrhein-Westfalen. Mit der ersten Lesung im Mai 2026 und der Ausschussempfehlung im Juli 2026 hat das Gesetzgebungsverfahren konkrete Fortschritte erzielt. Die neuen Bestimmungen zu Dienstleistern, Live-Übertragungen und gemeinsamer Raumnutzung adressieren sowohl regulatorische als auch praktische Aspekte. Beobachter erwarten, dass das Land nach Verabschiedung des Gesetzes das Vergabeverfahren für bis zu fünf Konzessionen starten wird. Weitere Informationen finden sich im Gesetzentwurf des Landtags.